Theater
Villon und Margot
Das lasterhafte Leben des Vaganten François Villon
mit Markus Kiefer und Dorit L. Meyer
Angst vor der Obrigkeit kannte der bedeutendste französische Poet des Spätmittelalters nie. Dabei wurde François Villon 1431 in Paris in eine Welt hinein geboren, in der ein Menschenleben nur wenig wert war.
Zwar erlangte er an der Universität den Abschluss eines Magister Artium, lebte aber immer in ärmlichen Verhältnissen. Sein Umgang mit Herzögen und Gaunern brachte ihm sowohl Anerkennung als auch Schwierigkeiten. Er saß mehrmals wegen Diebstahls im Gefängnis ein und wurde schließlich sogar zum Tode verurteilt. Nur knapp entkam er dem Galgen und wurde statt dessen aus der Stadt verbannt.
Bekannt wurde er durch seine Balladen und Spottschriften. Seine Werke sind gekennzeichnet durch derben Zynismus sowie tiefe Empfindung und erschütternde Aufrichtigkeit.
Bei Margot, der Bordellbesitzerin, Vertrauten und Geliebten, findet er immer wieder Zuflucht. An ihr entzündet sich seine poetische Phantasie. Dem Tod von der Schippe gesprungen, beginnt Villon seine Lebensbeichte...